Angebot und Nachfrage bei Patentanwaltskandidaten und Zeitaufwand für das Hagen-Fernstudium
Neulich in meiner E-Mail-Inbox:
Ich stehe am Ende der Diss und informiere mich gerade über das Berufsbild des Patentanwalts. Ich glaube ich habe fast alle Beitrage gelesen.
In den “6 Praxistipps für die Bewerbung in Patentanwaltskanzleien” gehst Du kurz darauf ein, dass Du Dich bei mehreren Kanzleien beworben hast. Mich interessiert generell wie etwa das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ist. Wie sind denn Deine Erfahrungswerte, bzw. was hast Du von Anderen gehört?
Sehr interessant auch die Umfrage wie viele Arbeitsstunden Patentanwaltsanwärter in der Ausbildung haben. Dies beinhaltet wohl nicht den Lernaufwand für das Hagen-Studium. Wie kann man denn diesen Aufwand beziffern?
Angebot und Nachfrage bei Patentanwaltskandidaten
Ich glaube, das ist schwer pauschal zu sagen und hängt sehr stark von Deiner Studienrichtung und dem Bedarf in den Kanzleien ab. Bei mir als Informatiker war es so, dass von den 10 Kanzleien, die ich durchtelefoniert habe, 3 gleich am Telefon sagten, dass sie keinen Bedarf an Informatikern haben.
Bist Du der, der auch im Kandidatentreff neulich gepostet hat, und folglich Elektrotechniker? Ich denke, dann hast Du gute Karten. Elektrotechnik und Maschinenbau sind denke ich ständig recht gefragt, Physik glaube ich noch mehr (falls man das wie gesagt so pauschal sagen kann).
Generell denke ich ist das Nachfrage/Angebot-Verhältnis sehr gut für die Bewerberseite. Die Patentanwaltsbranche ist nicht zu vergleichen mit “herkömmlichen” Industriebranchen, oder gar der Consulting-Branche (Bewerber-Assessment Center usw.).
Patentanwalt ist eben ein recht spezieller Beruf und daher gibt es meiner Meinung nach viel mehr potentielle Stellen als Bewerber.
Das gilt, soweit ich das mitbekomme, auch noch trotz im Kandidatentreff prophezeiter “Kandidatenschwemme”, London Agreement, usw.
Lernaufwand für das Hagen-Fernstudium
Wie Du schon vermutest, kann ich mir nicht vorstellen, dass in den ca. 40 – 50 Wochenarbeitsstunden das Lernen für Hagen schon inbegriffen ist. Zumindest bei mir nicht, ich lerne den Hagenstoff daheim abends und am Wochenende.
Als Hausnummer hatte ich, als ich angefangen habe, von älteren Kandidaten gehört, dass man im Durchschnitt 4 Stunden pro Woche für Hagen einrechnen sollte. Wie verlässlich diese Hausnummer ist, kann ich noch nicht ganz abschätzen, da ich selbst noch vor der ersten Hagen-Klausur (nach dem ersten Jahr) stehe.
Man muss ja für Hagen ca. alle vier Wochen eine Einsendeaufgabe einschicken. Für die kommt man mit den 4 Stunden/Woche auf jeden Fall hin.
Die Klausuren sind dann wohl noch ein ganzes Stück aufwändiger, da glaube ich nicht, dass man damit hinkommt.
Näheres kann ich Dir aber sagen, wenn ich die erste Klausur geschrieben habe (Ende September).
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Schlagworte: Arbeitszeit • Berufswahl • Bewerbungsgespräch • Einsendearbeit • Elektrotechnik • Fernstudium • Hagen • Informatik • Klausur • Maschinenbau • Physik
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Bastian Best ist Informatiker und Patentanwaltskandidat in einer der großen Kanzleien für gewerblichen Rechtsschutz. Bastian Bests technische Spezialisierung umfasst Informatik, Informationstechnik und Telekommunikation, sein hauptsächliches Tätigkeitsgebiet ist die Erwirkung von Patenten für computerimplementierte Erfindungen (sog. Softwarepatente). Darüber hinaus hat Bastian Best Erfahrung bei der Anmeldung und Durchsetzung von Patenten auf dem Gebiet der Mechanik und Medizintechnik, sowie praktische Erfahrung bei der Entwicklung von Java-, XML- und Internet-basierten Softwaresystemen (mehr).

